„Goldener Boden“ Porsche-Arena
  • 29.10.2021

Die deutschen Hallenradsportler bei ihrem WM-Heimspiel – In der Stuttgarter Porsche-Arena fühlen sich die Hallenradsportler ein bisschen wie Zuhause. Anders ausgedrückt - sie ist fast ein „goldener Boden“ für die deutschen Teilnehmer. Wie bei den Titelkämpfen 2010 und 2016.

In der Stuttgarter Porsche-Arena fühlen sich die Hallenradsportler ein bisschen wie Zuhause. Anders ausgedrückt - sie ist fast ein „goldener Boden“ für die deutschen Teilnehmer. Wie bei den Titelkämpfen 2010 und 2016.

 

Viele der Qualifizierten hegen (gute) Erinnerungen an die letzten Titelkämpfe vor fünf Jahren, kennen die Halle mit ihren Einrichtungen und bestätigen unisono: „Alles stimmt!“ Vor allem die Fläche sei für Kunstradsportler und Radballer bestens geeignet. Dann kann es losgehen, die erste Entscheidung fällt am Freitagabend (29. Oktober) mit der Konkurrenz im Vierer Offene Klasse.                                        

Das deutsche Team hatte schon am Mittwoch ersten „Bodenkontakt“ mit der Porsche-Arena. Förderte mit einem gemeinsamen Abendessen den Teamspirit und trainierte am Donnerstag-Nachmittag erneut den Ernstfall. „Ja, die Trainingseindrücke waren bestens“, weiß Bundestrainer Dieter Maute. Und er bekräftigt den Anspruch, „dass jeder unserer Sportler eine Medaille gewinnt.“ Auch fünfmal Gold sei der Anspruch, den wir haben müssen.

 

Im Einer Herren stellt der quasi unschlagbare Lukas Kohl den höchsten Ausgangswert mit 212,70 Punkten auf. Der 25-Jährige ist der einzige Athlet weltweit, der während seiner fünfminütigen Kür den Wert erhöhen kann, u.a. dank seiner dynamischen Drehsprünge. Zuletzt gewann Kohl in Albstadt die Weltcup-Gesamtwertung. Wie bei den Frauen Milena Slupina, ebenfalls amtierende Weltmeisterin. Bei einem German Masters und der Deutschen Meisterschaft war sie von der WM-Debütantin Lara Füller überflügelt worden – und fühlte sich zu harsch angegangen. „Wenn man das Regenbogentrikot trägt, glaubt jeder, dass man nicht verlieren könne. Aber der Wettkampf beginnt immer von vorne.“

 

Am Samstag (30. Oktober) wollen Serafin Schefold und Max Hanselmann in der Offenen Klasse nicht nur an Gold schnuppern. Zuletzt zeigten sie einen Sattel- und Lenker-Handstand, eine besondere Höchstschwierigkeit auf einem Bike.

Da lohnt sich für die Zuschauer am Neckar genaues Hinschauen. Das zweite Team (Lea-Victoria Styber/Nico Rödiger) brachte das Meisterstück fertig, sich im ersten gemeinsamen Jahr für die WM zu qualifizieren.

 

Im Zweier der Frauen haben Caroline Wurth und Sophie-Marie Wöhrle ihren kleinen Fauxpas vom Weltcupfinale (der Selina Marquardt/Helen Vordermeier den Tagessieg einbrachte) abgehakt. Nach zweimal WM-Silber richten sich ihre Blicke ganz nach oben.

 

Im Radball steigt die Phonstärke massiv an. Da werden Erinnerungen an die erste WM in der Porsche-Arena wach. Als sich Uwe Berner und Matthias König 2010 auf einer ohrenbetäubenden Welle aufs höchste Podium katapultierten. Fortsetzung 2021? Bernd und Gerhard Mlady, die Champions von 2017, anschließend zweimal auf dem Silberplatz, mögen die Anlage an der Mercedes-Straße. Nach ihrem Abschlusstraining fassten die Cousins aus Stein bei Nürnberg die Eindrücke mit den Worten zusammen: „Wir sind fit, gesund und motiviert. Die Bedingungen hier sind gut, der Boden ist ok.“

 

Sie können also beginnen, die UCI Indoor Weltmeisterschaften. Mit extrem guten Aussichten für die BDR-Delegation beim Heimspiel. Grundlage für die Durchführung der Veranstaltung ist ein eng mit allen Beteiligten und den lokalen Behörden abgestimmtes Hygienekonzept. Es gilt dabei die 3G-Regel – Zutritt haben Geimpfte, Genesene und Getestete. Eintrittskarten für die UCI Hallenradsport-WM gibt es an den Tageskassen.

 

 

 

Mehr Infos unter http://www.hallenrad-wm-2021.de

 

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